Andrew

Alles in Andrews Körper brannte. Er hatte in dem kleinen Poolhaus seines Elternhauses gewartet,bis selbst das letzte Licht der Stadt erloschenwar. Der ganze Tag war ein eiziges Wunderbares Erlebnis gewesen. Andrew war in seinem Bett erwacht, noch bevor die Sonn am Himmel erschienen war. Sobald er die Augen aufgeschlagen hatte konnte er nur noch an eines denken. An sie. An ihr langes, welliges karmesinrotes Haar, dass er in der vorigen Nacht berühren durfte. Sie hatte nach rosen und honig gerochn. Ihre bleiche makellose Haut hatte nach warmer Milch geschmeckt. Er hatte ihre sinnlichen -lippen kosten dürfen, ihre zierlichen, kleinen Hände auf seiner Haut spühren dürfen. Ihr Duft saß in seiner Nase fest und doch konnte Andrew an diesem TAg selbst die Insekten riechen, die sich in die Erde vorm Poolhaus wühlten. Er hatte den ganzen Tag ausgeharrt, nicht eine Bewegung gemacht. Nicht einmal geblinzelt. Er hatte nur immer und immer wieder die letzten Momente mit ihr durchlebt. Sie war auf einmal anders gewesen. Sie hatte ihn verletzt, ihm körperliche Pein auferlegt. Er konnte noch jetzt spühren, wo ihre Füße ihn in den Bauch gestoßen hatten, konnte nochimmer die Qual in seinem Hals spühren, als sie seinen Kopf gewaltsam zurückgebogen hatte. Er hatte versucht sich zu wehren, doch sei hatte keine Gnade gekannt. Sie war so grausam zu ihm gewesen. Es erschütterte ihn zutiefst. Und nach all dem hatte sie ihm ihre Fänge in eine Ader geschlagen und hatte getrunken. Es hatte sich angefühlt, als würde sie ihn von innen heraus verbrennen, ihn mit Gift füllen, ihn qualvoll zerstückeln. Aber sie hatte sich ihm gezeigt. Ihr wahres Wesen. Sie war ein Monster, doch es störte ihn nicht. Er hatte sie so glücklich gemaht. Indiesen Momenten war sie wieder die Frau aus dem Lusthaus gewesn, die ihm den Kopf verdreht hatte, nicht das Monster, das ihn quälte und er würde alles für diese Frau tun. Sogar sterben. Andrew konnte sich nicht erinnern, wann und wie sie gegangen war. Er konnte sich überhaupt an nichts darauffolgendes erinnern.Er hatte nur diesen Brief mit ihrer Adresse und einigen kurzen Anweisungen. Er würde in wenigen Momenten weider in ihre bernsteinfarbenen Augen sehen. Sie waren golden gesprenkelt, er versank in ihnen , verlor sich in ihnen. Andrew musste gehen, musste zu ihr.

Mirella beobachtete Luzia beunruhigt. Ihre dunkle Schwester hatte ihr ihren Rücken zugewandt und starrte seit Stunden aus dem Fenster. Plötzlich stand sie auf und ging im Raum auf und ab. Zu schnell für das menschliche Auge, zu abgehackt und plötzlich selbst für Mirellas schwache Kraft. Es machte ihr Angst. Sie konnte nur einen schwarzen Schemen erkennen mit einem feuerroten Haupt, dann war Luzia wieder klar für sie zu erkenne, bis sie wieder schneller wurde. Mirella war beunruhigt, was konnte LUZIA so sehr aus der Fassung bringen? Sie war gestern erst spät wieder gekommen, dass musste Mirella zugeben, doch was konnte sie getan haben? Mirella wünschte sich zum wiederholten Mal von ihrer Schwester fort. Mirella würde ihr Verderben in Luzia finden. Das war ihr so klar, wie nichts anderes. Es klopfte an der Tür. Luzia war bereits am öffnen, bevor Mirella ganz begriff. Vor der Tür stand ein junger Mann und Mirella konnte sofort erkennen, was mit ihm nicht stimmte. Luzia hatte ihn gewandelt. Wut kochte in Mirella auf. Der Mann war so wunderschln, zu schön für luzias dunkle, schandliche Pläne. Der junge Mann starrte Luzia an, bis diese ihn hereinbat. Er sagte kein Wort, verneigte sich nur vor ihr und trat ein. Er sah sich im zimmer um und sein Blick viel auf Mirella. Er war schnell, er war frisch, dass konnte sie jetzt besser als zuvor erkennen. Er kniete vor ihr nieder, nahm ihr hand und küsste sie sachte. Dieser Junge war gefährlich. Mirella betrachtete ihn wie betäubt. Er hatte es geschafft, dass ihre Wangen erröteten. Er hatte vor der Wandlung wahrscheinlich kastanienbraunes Haar gehabt und Mirella wollte sich nicht vorstellen, was Lluzia damit alles getan haben mochte, doch nunwar es tiefschwarz und leicht lockig. Mirella wiederstand dem Drang ihre Hand danach auszustrecken.

Vor ihm saß ein Engel. Andrew war verwirrt. Er wollte doch nur diese Eine. Die Frau mit den dunklen, karmesinrotem Haar, doch nun verlor er sich in dem Anblick dieser... Perfektion. Dieser Schönheit. Ihre Augen glichen blaugrünem Opal und ihr Haar war mehr gold als wirklich rot, doch ansonsten glich sie der Anderen bis ins kleinste Detail. War ihr Mund genauso weich und voll wie der der Anderen, ihre Haut am ganzen Körper genauso milchig und makellos? Er musste sich losreissen. Er sah das andere Mädchen an.

"Ich bin hocherfreut euch wieder zu sehen, ma'am."

Ihr Blick war fast schon gleichgültig zum Fenster gewandert, während er imAnblick des Engels versunken war.

"Ja,ja. Schluss mit den Höflichkeiten. Ich bin Luzia und das ist Mirella. Wir sind Schwestern. Hast du durst mein Hübscher?"

Ihre Augen leuchteten gespannt auf. Natürlich war er durstig. Er musste fast eingehen vor durst. Außerdem ging ihr Plan anscheinend völlig lückenlos auf. Er wollte seine Schwester vom ersten Anblick an mehr, denn sie erinnerte ihn an den Anblick, den Luzias Geist ihm gegeben hatte und Mirella war ihm schon endgültig verfallen. Wie schön es doch war zu wissen, dass man selbst Liebe unter Kontrolle halten konnte, wenn man denn zwischen Wesen wie ihnen von Liebe sprechen konnte.

"Durst?"

Andrew war verwirrt. Er hatte den ganzen Tag schon so ein verlangen seines Körpers gespührt, doch erst jetzt gemerkt, wie sehr ihn dieses Verlangen verzehrt hatte.

"Ja, sehr."

Luzia reichte ihm einen Krug Wasser und lächelte böse als er trank und trank und trank bis der gesamte Krug leer war.

"Mehr.!"

Seiner Stimme war anzuhören, wie sehr es ihn schmerzte dieses Verlangen zu haben, es war fast körperlich. Mirella wusste das. Er war völlig von Sinnen, da dass Wasser nicht seinen üblichen Zweck erfüllen wollte.

"Es wird dir nichts helfen."

Mirellas Stimme war dünn und geplagt von dem was sie da ansehen musste. Wie konnte Luzia ihn nur so quälen? Sie wusste doch, wie schlimm es war, sie wusste, was ihm helfen würde.  - Was ihr helfen würde. Doch sie lachte nur herzlos.

"Andrew, wir gehen jagen mein lieber. Ich werde dir erklären was es heißt dieses Verlangen zu stillen. Komm!"

Sein Geist war noch viel zu sehr Mensch um sich Luzias Willen zu wiedersetzen und so folgte er ihr, mit leerem Gesichtsausdruck und ohne jeglichen Blick zurück zu Mirella. Luzia hatte die schwere mit Eisen verstärkte Tür schon hintert ihnen verschlossen, als Mirella versuchte auch hinaus zu gelangen. Mirella musste jagen! In ihr brannte es, denn Luzia hatte ihr das Letzte mal zur Strafe kein Blut gegeben.Sie war so schwach und OH! sie wollte, sie musste doch Andrew vor diesem abscheulichen Wesen beschützen. Erneut begann Mirella zu schluchzen.

Luzia jauchzte vor vergnügen. Sie hatte doch gewusst, dass dieser Junge absolut perfekt für ihr Vorhaben war. Er war geschickt, schnell, hatte kein Mitleid mit seinen Opfern und war durch Luzias Zeichen immer von ihr kontrollierbar. Sie wünschte ihre Schwester währe dies ebenfals. Und durch Andrew würde sie auch bald. Es war solch ironie solch absolute ironie. Er würde ihr aus Liebe helfen wollen und ihr dadurch das Verderben bringen. Was würde Luzia danach wollen? Sie wusste es noch nicht. Vermutlich würde sie einen besseren Ort zum Leben brauchen. Innerlich Lachte sie hysterisch bei der Vorfreude auf ihre Zukunft.

Andrews Muskeln spannten sich geschmeidig unter seiner Haut. Schneller wie jedes Wesen dieser Erde war er in diesem Moment unterwegs. Luzia hatte ihm gezeigt was er war und was er tun musste um sein Verlangen zu stillen. Blut. ER musste Blut trinken. Am Anfang hatte er sich innerlich gesträubt, gewehrt, doch als er den ersten Schluck aus diesem langsamen Reh genommen hatte nahm er es hin. Im Moment war  Alles und Jedes viel zu langsam für ihn. Sogar Luzia klang seltsam verzerrt, als sie ihm sagte er solle zurück zu Mirella gehen. Bei ihr bleiben. Bis sie zurück kam. Luzia würde sich nicht wie er mit Tierblut zufrieden geben. Luzia wollte Menschenblut. Andrew war es egal. Es war ihm gleichgültig solange er nur für einige Zeit alleine mit Mirella sein konnte. War sie auch wie er und Luzia? Wie hatte Luzia ihn gewandelt. Könnte er Mirella wandeln? Er würde nicht altern, dass hatte ihm Luzia gesagt, doch er wollte auch nciht, dass Mirella alterte. Andererseits waren Luzia und Mirella Schwestern. Sie müsste doch auch dazugehören. Warum war sie dann nicht mit jagen gegangen? Andrew plagten so viele Fragen. Zu viele Sinneseindrücke drangen auf sein Gehirn ein. Er spührte das heiße Blut des Rehs inseinem Körper und es verstärkte alles in ihm. ALLES.

Luzia führte ihn zurück zu Mirella. Sie würde ihn zu ihr sperren, warum auch immer. Es war ihm egal. Es war ihm sowieso alles egal. Er wollte nur zu Mirella. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Er war doch sonst so ein tiefgründiger, ernster Mensch gewesen.

Die Tür öffnete sich und Mirella richtete sich ruckartig auf. Torkeld als währe er betrunken und mit blutbesudeltem Kragen kam Andrew ins Zimmer. Er stützte sich auf den Tisch vor dem Erckerfenster damit er nicht fiel. Mirella stürtzte auf die Tür zu, doch Luzia hatte sie schon wieder ohne einzutreten hinter Andrew geschlossen. Mirella konnte nur noch Luzias entschlossenes hinterlistiges Lachen wahrnehmen, dann ließ sie sich kraftlos und verzweifelt an der Tür hinabgleiten. Sie brauchte Blut. Umbedingt. Mittlerweile war sie so schwach, dass ihre Haut schon anfing auszutrocknen & pergamentartige Falten an den Fingern zu bilden.

Mirella hörte, wie Andrew einige Male tief ein und ausatmete. Sie runzelte die Stirn. Er musste nicht mehr atmen. Nicht so. Sie brauchten nur sehr wenig Sauerstoff & tief ein und ausatmen brachte eher weniger Energie als mehr, doch als Andrew sich zu ihr umdrehte verstand sie den Sinn. Er war wieder völlig gefasst und fixierte sie mit seinen hübschen Augen. Seine Wangen waren vom Adrenalin gerötet. Andrew leckte sich über die lippen. Er starrte sie an. Seine tiefgrünen Augen, mit dem Muster eines ganzen Waldes an Blättern nach einem kurzen heftigen Regenschauer im Juni, sahen ihr tief in die Augen. Seine Augen glänzten & etwas ursprüngliches angeborenes schien sich in ihnen zu regen. Im selben Moment verdunkelte sich der Blick von Mirella & der blaugrüne Opal verlor seinen Glanz. Blitzschnell, zu schnell für Mirellas schwaches Gehirn war er bei ihr. Andrew kniete neben ihr & nahm sie sanft auf die Arme. Trug sie zu den schäbigen Bett in der Ecke & deckte sie zu. Andrew setzte sich zu ihr & strich über ihr HAar. Er war voller Sorge um seinen Engel. Er wollte nicht, dass es ihr schlecht ging. Er wollte nicht, dass sie so schwach und kraftlos dalag , ohne ihn wirklich zu sehen.

" Wie kann ich dir helfen, mein Engel?"

Ohne sich dessen bewust zu werden hatte Andrew all Benehmen & Etikette  vergessen. Er hatte Mirella geduzt, doch diese störte sich daran nicht. Im Gegenteil. Mirella stöhrte in diesem Moment nichts mehr. Sie konnte spühren wie ihr Körper nach und nach auf ihre letzten Reserven zugriff, sie verbrannte. Ihr Herz begann zu rasen, sie begann zu hyperventilieren.

"Luzia verbietet es mir zu Jagen. Ich habe seit Nächten kein Blut mehr zu mich genommen."

  Sie schloss ihre Augen. Ihr Kopf sank kraftlos auf das Kissen zurück. Sie spührte wie ihr Körper auf die Reserven im Herz zugriff. Angstschweiß brach ihr aus. Sie würde mumifizieren. In ein paar Jahrzehnten zu Staub zerfallen & niemand würde Andrew vor Luzia beschützen. Andrew sah Mirella bestürzt an, er beugte sich herab und küsste Mirellas Stirn. Ohne auf die Risiken zu achten riss er sich am Hals seine Schlagader auf & ließ sein frisch getanktes Blut direckt in Mirellas leicht geöffneten Mund tropfen. Zuerst geschah nichts, doch dann völlig ruckartig veränderte sich Mirella. Ihr Kiefer klappte weiter nach unten & ihre Fänge begannen zu wachsen. Ihr Gesicht verzog sich zu einer Fratze & ruckartig setzte sie sich auf. Ohne über die Folgen, über die Schmerzen für Andrew nachzudenken. Einfach rasend vor durst, schlug sie ihre Fänge direkt in seinen Hals. Andrew entkam ein entsetzter Schmerzensschrei. Sofort fang er sich wieder. Er wollte nicht, dass sie ein schlechtes Gewissen bekam, wenn sie von ihm nahm. Er verzog das Gesicht & ergab sich dem Schmerz.

  Luzia stand vor dem geschlossenen Tor zum Anwesen des Herrschenden Grafen dieses Landstriches. Anerkennend strich sie über die kunstvoll geschlungenen Eisenstangen. Überdimensional hoch & furchteinflösend ragte die schwarze Barriere in den 'Himmel.  Mit einem kraftvollen Gedanken ließ sie das Schloß klicken & trat ein. Jetzt stand Luzia vor einem vierstöckigem Palast aus rotem Backstein mit weißen Fensterläden. Die wiedersprüchliche Eleganz zwang sie zu einem bewunderndem Lächeln & doch sah sie ganz genau, welche Makel das Haus nicht verbergen konnte & wie sie einem Vampir ins Auge stießen. Lautlos überquerte sie den Schotterweg zum Angestellteneingang & vorfreudiges Prickeln überkam sie. Erneut trug sie ihren weiten schwarzen Umhang, der sie wie eine wohlhabende etwas vom Weg abgekommene junge Dame erscheinen ließ. Sie klopfte zaghaft, doch laut genug an der Tür & wartete. Ein schüchternes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, als ein verschlafen wirkender junger Mann die Tür öffnete. Abweisend starrte er hinaus in die NAcht erkannte eine wunderschöne Frau vor der Tür und sein Gesichtsausdruch veränderte sich schlagartig. Grinsend bat er Luzia herein. Der Kleine war vielleicht achtzehn oder auch erst siebzehn, doch Luzia war diese Tatsache egal. Freundlich lächelnd fragte sie ihn um seinen Namen & ob sie hier eine Nacht verbringen könnte ohne, dass der Herr des Hauses davon wind bekam. Verschwörerisch blitzten daraufhin Michails Augen auf & er zog Luzia hinter sich den kurzen Gang entlang einmal um die Ecke nach rechts, ein paar lose Stufen nach oben & dort wieder nach links. Scherzend wie ein junges Mädchen war Luzia hinter ihm hergesprungen & er hatte ihr , seiner "Überlegenheit" und "erfahrenheit" bewusst, hochmütig erzählt, welche Aufgaben er im Anwesen hatte & dass er ihr Morgen Früh wenn sie wolle selbst ein üppiges Frühstück bringen könne. "ICh versichere dir, Lulu,(denn so hatte sie sich ihm vorgestellt), es fällt ganz sicher nicht auf. Der Koch schuldet mir noch einen Gefallen & auserdem stehe ich recht gut mit einem der Kugenjungen."

Bewundernd schlug  Luzia die Augen nieder und lächelte ihn erneut an. Sofort konnte sie seinen Herzschlag schneller werden hören & Luzia wusste, dass sie bei ihm keine große Überredungskunst bracuhen würde. Die Holztüre in seinem  Rücken knarzte leicht, als Michail sie mit einer einladenden Geste für Luzia öffnete. Langsam trat sie ein & sah sich gespielt neugierig um. Langsam & leichtfüßig ging sie zu seiner Kommonde neben seinem Bett & strich über die kleinen verstreuten Sachen, die dort lagen. Ein paar Münzen fielen ihr ins Auge & eine Kette mit einem Kreuz über das sie erfurchtsvoll strich. Ungeschickt stellte sie sich auf die Zehenspitzen & hob ihren linken Fuß in die Luft, als sie ihren rechten Arm zu dem unstabil befestigten Regalbrett über der Komode ausstreckte. Michail trat hinter sie und drückte sich an sie. Griff nach ihrer Hand & reichte ihr das Traumglas nachdem sie gegriffen hatte. Luzia drehte sich zu ihm um & sah ihm dankbar in die Augen. Dann betrachtete sie das Glas. Seit Jahrzehnten hatte sie kein so gut erhaltenes Stück gesehen, denn die letzten Revoluzer hatten sie alle zerstören wollen. Sanft nahm Michail ihr das Glas aus der Hand und legte es hinter ihr auf die Komode. Luzias Blick blieb nach unten gerichtet & landete trotzdem auf der Höhe seines Bauchnabels. Michail war erstaunlich groß, dünn und muskulös. Luzia ging ihm kaum bis zur Schulter. Er legte seine rechte Hand unter ihr Kinn und drückte es nach oben so das sie ihm in die Augen sah. Er senkte seinen Kopf, als wollte er sie küssen. Grenzenlose unsicherheit lag in seinem Blick. Luzia konnte spühren, hören & sehen, wie Michail schluckte.

Für einen kurzen Moment war Mirella kurz davor das Bewusstsein zu verlieren. Sie hatte jegliches Gefühl von Zeit und Raum verloren, doch jetzt kam sie zurück & sie spührte die neue Stärke in ihr wachsen. Erschrocken wich Mirella zurück ängstlich, ob sie nicht zu viel genommen hatte, doch Andrew saß wieder genauso auf ihrer Bettkante, wie sie ihn das letzte Mal gesehen hatte bevor sie in die Kissen gesunken war. Der einzige Unterschied war, dass Andrew nun am Hals entwas blutete & sein Hemd noch etwas mehr besudelt war. Immer noch konnte er seine Augen nicht von Mirellas Anblick abwenden & dieser Engel wich nicht zurück, sie sah ihn genauso an. Mirella drohnte zu vesinken, in dem dichten Wald seiner Augen.

Als Andrew sich zu ihr herabbeugte & sie küsste konnte Mirella den Wald, das Leben, das rauschen der Blätter schmecken. Das Blut in ihr verstärkte all ihre Gefühle & im Moment wollte sie nur eines. Andrew lieben, wie er geliebt werden wollte. Andrew schlang seine starken Arme um Mirella und öffnete noch in der Bewegung ihr Kleid in ihrem Rücken.  Er striff ihr langsam alles ab, was Mirella trug & hielt ihre Hände fest und küsste sie, sobald sie ihm helfen wollte, oder versuchte ihn ihrerseits auszuziehen. Schon bald war sie splitterfasernackt, während er vollkommen bekleidet im Bett saß. Er hatte sich im Schneidersitz an die WAnd gelehnt hingesetzt & sie in seinen Schoß gelegt. Nun begann er jede einzelne Stelle ihres Körpers zu küssen, zu berühren & zu erforschen & Mirella verging fast vor Leidenschaft. Immernoch hielt er sie jedesmal auf sobald sie versuchte ihre Hände zu benutzen. Michail liebte den GEruch ihrer HAut und er verehrte und begehrte ihren Körper. Lange würde er sie nicht mehr davon abhalten können ihn ihrerseits zu verwöhnen, denn er wollte es.

   Michail zögerte, doch Luzia zog ihn plötzlich rasant zu sich herunter & küsste ihn, dann stieß sie ihn weg. Michail sah Luzia einen kurzen Moment verwirrt an, doch seine Zurückhaltung war gebrochen. Er trat diesmal selbstbewusst & überzeugt auf sie zu & küsste sie Leidenschaftlich. Er fasste Luzia fest an den Hüften & hob sie auf die Kommode. Michail bemerkte nicht, wie Luzia noch in seiner Bewegung das Traumglas fasste & es lautlos mit ihrem langen Mantel zu Boden gleiten ließ. Erregt hielt Michail inne & drückte sich eine Armeslänge von Luzia fort. Luzia trug ein für diese Zeit viel zu kurzes, knapp unterm Knie endendes dunkelgrünes Rüschenkleid, dass circa tausend unterschiedlich lange übereinander angeordnete Schichten am Rock hatte. Jede Borte war mit schönen weißen Rosenköpfen bestickt & der tiefe Ausschnitt war von Spitze gesäumt. Michail stöhnte. Wie war nur ein solch wunderschönes Mädchen zu ihm gekommen. Luzia unterband jeden weiteren Gedanken. Sie küsste ihn erneut. Rutschte wieder von der Kommode & stieß ihn rücklinks auf das einfache Bett.  Sie beugte sich zu ihm herunter & sah ihm tief in die Augen. Michail konnte sich kaum retten vor diesen strahlenden bernsteinfarbenen Augen & er spührte Lulus Hände langsam in seinen SChoß gleiten & musste vor Erregung die Augen schließen. Sobald seine Augen geschlossen waren Legten sich Luzias Hände um Michails Handgelenke & sie schlug ihre Fänge in seinen Oberarm. Michail fing im selben Moment an zu schreien, doch Luzia verschloss seinen Mund mit ihrer Hand und verhinderte, dass er sich gegen sie wehrte. Michail hatte Panik und blankes Entsetzen gepackt, in dem Augenblick bevor sie ihre messerscharfen Beiserchen in seinen Arm gesenkt hatte, denn Luzia hatte all ihre Schutzmauern fallen gelassen, die ihr Vampirdasein vor den Menschen vorborgen hielten. Michail konnte das furchtbare Ziehen in seinem Körper spühren, die Schwäche & die Angst. Den Schmerz und die Qual, doch es machte ihm nichts. Luzia hatte ihn zwar nicht in ihren Geist blicken lassen, denn sie hatte nicht vor ihn zu wandeln, doch es mochte es Schmerzen zu empfinden. Geschockt bemerkte Luzia, dass Michail sich schon nach wenigen Momenten nicht mehr gegen sie wehrte, sondern im Gegenteil, die ganze schmerzhafte Prozedur genoss. Als sie genug genommen hatte, dass es reichte, aber für ihn nicht gefährlich werden würde blickte sie auf & sah in seine Augen. Er Atmete stoßweise, doch ansonsten schien er noch vollkommen erregt. Michail packte Luzias Oberarme & zog sie zu sich damit er sie küssen konnte. NAch einem langen kuss hielt er sie immer noch fest.

"Bitte. Tu es noch einmal."

Er flehte sie an. Trotz seiner Angst, trotz der Erniedrigung. Es war das unmenschlichste & grausamste einem anderem Lebewesen seinen Lebenssaft zu stehlen & er bat sie darum es noch einmal zu tun?! Luzia sah Michail nur abwertend an & fixierte seine Augen. Flink brach sie seinen Geist ein & zwang ihm ihre Befehle auf.

"Erzähle niemandem, dass ich hier war, oder das du mich kennst. Wenn wir uns sehen & nicht alleine sind tust du so als würdest du mich nicht erkennen & handelst in Diskretion. Morgen Abend händigst du mir die Schlüssel zu jeder Tür des Anwesens aus. Nun schläfst du fest bis morgen früh und vergisst alles außer meine Befehle, das mit mir zu tun hat. Wegen deinem Arm - trage ein langes Hemd bis die Bissspuhren verschwunden sind."

Dümmlich grinste er sie an & nickte. Dann legte er sich völlg steif in sein Bett deckte sich zu und schlief sofort ein. Luzia nahm ihren Mantel, das Stundenglas & das Geld. Sie brauchten für morgen ein paar Gewänder, um den Rest müssten sie sich nach ihrem Plan für die morgige Nacht nicht mehr kümmern.

Die Stille der Stadt prickelte auf der Haut und die leichte Abendluft strich über Andrews und Mirellas nackte Körper. Mirella hatte sofort nachdem sie und Andrew fertig waren & wieder zu Kräften gekommen waren das Dachfenster aufgebrochen. Nun saßen sie und Andrew Arm in Arm unter den Sternen.Andrew seufzte in ihr Ohr.

"Dir ist klar, dass wir jetzt von hier verschwinden sollten? Ich meine ja nur, denn deine Schwester hat dich verdammt gequält."

"Du weist gar nicht wie sehr. Wir können nicht.Sie sorgt für mich seit wir gewandelt wurden. Ich weis, sie ist manchmal hart & gemein, doch ich könnte sie nicht verlassen."

Luzia stand versteckt vor neugierigen Blicken an der Hauswand des Wirtshauses gelehnt & lauschte den Beiden. Insgeheim beglückwünschte sie sich selbst, dass Mirella noch nichts von ihrem Zeichen auf Andrew wusste, dass nun mit seinem Blut auf Mirella übergegeangen war. Da saßen die Beiden auf dem Dach dieses Hauses & überlegten sich noch, ob sie fortgehen sollten. Sie wussten ja nicht das sie es nicht konnten.

Luzia ging in die Knie und stieß sich vom Kopfsteinpflaster ab und landete geeschmeidig wie eine Katze auf dem Dach. Augenblicklich zuckten Mirella und Andrew ertappt zusammen. Luzia lachte laut auf. Waas wollten die Beiden eigentlich? Keiner von Beiden war stark genug es mit ihr aufzunehmen. Erstrecht nicht mit dem Zeichen auf sich.

"Rein mit euch. Diese verweichlichte Seifenoper, die ihr hier vorspielt hällt doch niemand im Kopf aus" , Luzia grinste hämisch. Mirellas Augen weiteten sich entsetzt. Hatte Luzia ihre Worte belauscht? Wieso hatte sie sie nicht gespührt? Sie musste ganz in der Nähe gewesen sein.

"Wir packen. Bewegt euch!"